Paddeltouren im Spreewald: Routen durch das UNESCO-geschützte Biosphärenreservat
Der Spreewald liegt rund hundert Kilometer südöstlich von Berlin und gehört zum Bundesland Brandenburg. Die Fließlandschaft wurde 1991 von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt und umfasst ein verzweigtes Netz aus Wasserläufen, Wäldern und Wiesen. Wer hier mit dem Kanu unterwegs ist, bewegt sich auf einem Wegenetz, das weitgehend ohne Straßen auskommt und die Landschaft vom Wasser aus erlebbar macht.
Für eine erste Tour eignen sich die Strecken rund um Lübbenau, Burg und Raddusch, die je nach Kondition in zwei bis sechs Stunden zu paddeln sind. Verleiher vor Ort stellen Kanus bereit und geben Hinweise zu den aktuellen Wasserständen. Dass die Auenlandschaft überregional bekannt ist, hängt mit ihrem besonderen Wasserwegesystem zusammen; wer sich ausführlicher über die Region informieren möchte, findet einen ausführlichen Beitrag zum Naturwunder im Bundesland Brandenburg, der Entstehung und Bedeutung der Landschaft nachgeht.
Routen planen und die Natur respektieren
Vor dem Start der Tour lohnt ein Blick auf die Regeln des Biosphärenreservats: In mehreren Teilgebieten gelten Ruhezonen, in denen das Fahren verboten ist, und auf den Fließen gilt generell Rechtsverkehr. Paddelnde sollten leise unterwegs sein, Ufervegetation nicht beschädigen und Abfälle mitnehmen. Wer diese Grundregeln beachtet, trägt dazu bei, dass die Wasserlandschaft auch künftigen Besuchern offensteht.